„Spruch des Tages“
"Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt,
wird blind für die Gegenwart."
- Richard von Weizsäcker -
„Die Zeichen stehen auf Sturm“
- Zu den Entwicklungen in Kellersberg schreibt Jürgen Sura aus Alsdorf -
Dass die SPD sich mit dem vierseitigen Infoblatt vom August 2010 keinen Gefallen getan hat, wird immer deutlicher: Die Stimmung hier in Kellersberg ist sehr gereizt. Die Schließung der Schulen, die aufgrund der demographischen Entwicklung nicht nur unsere Stadt einholt, ist unter sachlicher Betrachtung nachvollziehbar. Dass aus monetären Gründen nun der Sportplatz Ziel der ‚Gestaltungsmehrheit‘ ist, war zu erwarten. Dass aber direkt hinter den Grundstücken der Anwohner im Nordring nun ein Festplatz und eine Mehrzweckhalle entstehen sollen, sorgt für weiteren Ärger.

-Kellersberg-
Keiner der Anwohner ist über solche Pläne, geschweige über den angeblich seit sieben Jahren bestehenden Bebauungsplan, informiert. Eine öffentliche Beteiligung/Anhörung hat hier nicht stattgefunden. Wurde diese womöglich wie in der Begau mitten in den Sommerferien zum B-Plan 292/Sportplatz Begau durchgeführt? Fakten schaffen und den Lärm den Anwohnern überlassen? Ich hoffe, dass Verwaltung und Politik sich den Argumenten der Bürger nicht verschließen. Ich würde es begrüßen, wenn sich die Kellersberger offen und nicht anonym mit dieser Thematik befassen und den gewählten Politikern die rote Karte zeigen. Hier in Kellersberg stehen die Zeichen jedenfalls auf Sturm.“
Presseteam 31.08.2010 (Quelle: Aachener Nachrichten 31.08.2010, Seite 14)
„Abzockfallen für Senioren“
- Nein sagen ist Oberstes Gebot -
Unangemeldete Anrufer, Vertreter aus dem Nichts an der Haustür oder aufdringliche Verkäufer auf Kaffeefahrten hoffen bei Menschen im betagten Alter auf leichte Beute. Weil man sie eher für gebrechlich hält und nicht mehr so fit wähnt, müssen gerade die Älteren als bevorzugte Opfer zahlreicher Abzockfallen herhalten. „Untergeschobene Verträge am Telefon oder vermeintliche Gewinnmitteilungen im Briefkasten sind nur einige von vielen Maschen, mit denen Gauner versuchen, arglosen Senioren das Geld aus der Tasche zu ziehen“, warnt Brigitte Becker von der Verbraucherzentrale NRW in Bergisch Gladbach: „Gesundes Misstrauen, höchste Wachsamkeit bei der Weitergabe persönlicher Daten und selbstbewusstes Nein sagen sind die richtigen Tugenden, um sich hierbei vor bösen Überraschungen zu schützen. “Zur richtigen Reaktion auf dubiose Angebote hat die Verbraucherberaterin folgende Tipps:
Unerlaubte Telefonwerbung
Potenzielle Kunden werden am Telefon von unbekannten Anrufern meist kalt erwischt, wen diese ihnen im Auftrag von Telefongesellschaften, Versicherungen, Zeitungsverlagen oder Lottospielfirmen alle möglichen Produkte und Dienstleistungen andrehen wollen. Die Anrufer locken nicht nur mit scheinbaren Super-Konditionen, sondern fragen ihre Gesprächspartner auch häufig gezielt nach persönlichen Daten und ihren Kontoverbindung aus. Solche überfallartigen Werbeanrufe sind nicht nur eine Zumutung, sondern auch verboten. Es sei denn, der Angerufene hat im Vorfeld ausdrücklich einem solchen Werbetelefonat zugestimmt. Wer sich belästigt und überrumpelt fühlt, sollte keine Skrupel haben und einfach den Hörer auflegen. Flattert zu allem Übel auch noch ein Vertrag ins Haus, der angeblich am Telefon abgeschlossen wurde, sollten Betroffene bei der Verbraucherzentrale NRW prüfen lassen, ob überhaupt ein Vertragsverhältnis zustande gekommen ist. Gültige Verträge können in der Regel innerhalb von zwei Wochen widerrufen, bereits eingezogene Lastschriften können problemlos innerhalb der Frist zurückgeholt werden.
Gewinnmitteilungen
Glückwunschschreiben in Briefkästen suggerieren den Empfängern einen lukrativen Gewinn oder die Teilnahme an einer kostenlosen Ausflugsfahrt, auch wenn diese nicht an einem Gewinnspiel oder Preisrätsel teilgenommen haben. Versprochenes Bargeld, wertvolle Sachgewinne oder in Aussicht gestellte Reisen dienen oftmals nur als Köder, um die vermeintlichen Glückspilze zum Bestellen von Waren oder Dienstleistungen zu bewegen. Häufig sind in den schriftlichen Benachrichtigungen teure 0900-Nummern als Hotline angegeben. Wer dort anruft und sogar etwas bestellt - ist bereits auf die hohen Telefongebühren reingefallen. Der versprochene Gewinn dagegen bleibt meistens aus. Die beste Lösung: zweifelhafte Gewinnversprechen sofort in den Papierkorb befördern! Wer einen Gewinn einklagen will, sollte vorher klären, ob seine Rechtsschutzversicherung, falls vorhanden, die Kosten deckt.
Kaffeefahrten
Lockangebote und Gewinnmitteilungen zu Kaffeefahrten sind oft an dubiose Verkaufsveranstaltungen gekoppelt. Die Fahrt ins Grüne entpuppt sich dann als krumme Tour, bei der den Teilnehmern oft minderwertige Waren - zum Beispiel Gesundheitspräparate, Heizdecken oder Küchengeräte - zu überzogenen Preisen angedreht werden. Wer zahlt, dessen Geld ist meistens futsch. Viele Verkäufer händigen die angepriesenen Wundermittel und Schnäppchen jedoch nicht gegen Bares sofort aus, sondern arbeiten mit Verträgen. Was viele nicht wissen: Es gibt keine Kaufverpflichtung! Überrumpelte Teilnehmer sollten deshalb nichts spontan unterschreiben und vor allem auch nichts anzahlen. Wer nicht widerstehen konnte, kann den Kaufvertrag innerhalb von zwei Wochen nach Aushändigung der Widerrufsbelehrung rückgängig machen.

- Gesundes Misstrauen ist besser als blindes Vertrauen -
Haustürgeschäfte
Unangemeldete Vertreter an der Wohnungstür sind oft im Auftrag von Firmen unterwegs. Haben sie erst mal einen Fuß in der Tür, versuchen sie mit allen Tricks der Überzeugungskunst einen Kauf- oder Telefonvertrag an ihre Opfer zu bringen, um eine Provision vom Auftraggeber zu kassieren. Ältere Kunden, die in den eigenen vier Wänden eine Unterschrift geleistet haben, können einen solchen Vertrag innerhalb von zwei Wochen schriftlich widerrufen - möglichst per Einschreiben mit Rückschein. Wurde keine gesonderte, schriftliche Widerrufsbelehrung ausgehändigt, können Warenbestellungen oder Dienstleistungen sogar unbegrenzt rückgängig gemacht werden.
Persönliche Daten sind begehrtes Gut
Zahlreiche Veranstalter und Firmen treiben mit Adressen und Rufnummern von Rentnern und Pensionären einen regen Handel. Um sich vor unerwünschten Mitteilungen und Belästigungen zu schützen, sollten Senioren mit der Weitergabe von persönlichen Daten grundsätzlich vorsichtig sein. Kein seriöses Unternehmen fragt zum Beispiel ohne erkennbaren Grund am Telefon nach der Kontonummer. Wer seinen Namen und seine Anschrift - etwa bei einer Bestellung - dennoch angibt, sollte gleichzeitig die Weitergabe seiner persönlichen Daten zu Werbezwecken untersagen. Höchste Vorsicht ist auch bei Anbietern geboten, die in ihren Unterlagen nur eine Postfachadresse oder einen Firmensitz im Ausland angeben. In solchen Fällen ist eine rechtliche Verfolgung meist aussichtslos.
Eine ausführliche Beratung oder rechtlichen Beistand erhalten Ratsuchende in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Bergisch Gladbach, Paffrather Str. 29, 51465 Bergisch Gladbach; Telefon 02202/41415. Die Kosten der Beratung betragen sieben Euro.
Presseteam 29.08.2010 (Quelle: Bergisches Sonntagsblatt BSO_9/1)
„Von Helfern und Helfeshelfern“
- Spendenaufrufe von Otmar Müller hinterfragt -
Die Fernsehbilder überschlagen sich, wenn in diesen Tagen von den Flutopfern in Pakistan berichtet wird. Angehörige der Hilfsorganisationen, Medienvertreter vor Ort und sogar der UNO-Generalsekretär rufen zu Spenden auf. Dann erfahren wir, dass Hubschrauber und technisches Gerät fehlen, damit den Opfern - wie Hungernden und Obdachlosen, - geholfen werden kann. Im Hinterkopf hat man da noch, dass in Russland monatelang Torf- und Waldgebiete brannten. In Moskau waren viele Menschen geflüchtet, weil sie schier zu ersticken drohten. Italien entsandte Löschflugzeuge. In Frankreich waren nach orkanartigen Stürmen ganze Landstriche ohne Strom. Das deutsche Technische Hilfswerk (THW) konnte wochenlang Leitungen wieder herrichten, damit die Menschen erstmal wieder Strom und Heizung hatten. War nicht in den USA auch davon berichtet worden, dass deren Strom- und Eisenbahnnetze bis zum heutigen Tage marode und dringend sanierungsbedürftig sind? Lassen wir die Vorkommnisse um die Bohrinseln an dieser Stelle mal außen vor. All diese vorgenannten Länder gelten als Atommächte.

Wenn die Sicherheit eines Landes mit diesen umstrittenen Waffen aufrecht erhalten werden soll, muss sich die jeweilige Regierung aber dennoch fragen lassen, wie sie es mit der zivilen Sicherheit hält. So ist es nicht nachvollziehbar, das man zwar die Welt in Verderben stürzen kann, man aber keinen Knopf dafür hat, das eigene Volk aus manchem Dilemma zu befreien und ein Mindestmaß an Rettungs- und Versorgungsmaßnahmen einleiten kann.
Und mit der Atomkraft an sich ist es ja auch nicht weit her. Aus den Vorgängen von Tschernobyl wurde nichts gelernt: Beschwichtigen, Geld verdienen, auf dem Aktienmarkt spekulieren und den Strom- und Gaskunden immer tiefer in die Tasche greifen. Auf dem Energiesektor wird abgesahnt, ganz zu schweigen von den geheimen Gehaltslisten der Konzerne, die sogar fürs Nichtstun üppige Saläre an die ausschütten, die uns in Energiefragen als Volksvertreter in Parlamenten und Aufsichtsräten repräsentieren. Da fragt man sich ernsthaft, wohin denn der Strom aus den Windanlagen abfließt, sieht man in Weisweiler kilometerlange Überlandleitungen in alle Richtigen ausschwärmen.
Spenden sind wichtig und richtig. Aber ist manche Furcht vor Zweckentfremdung und Fehlleitung von Hilfsgütern und Spendengeldern nichts desto trotz angebracht, wenn man sich dem Eindruck nicht erwehren kann, das sich trotz aller Hilfsanstrengungen keine Besserung eintritt?
Presseteam 29.08.2010„Helden des Alltags“
-Freie Wähler ehren zwei Alsdorfer Bürger-

„Dorfschule sucht Talente“
- Tanztheaterprojekt in Ofden -
Der Städtische Kinder- und Jugendtreff „Alte Dorfschule“ in Ofden, bietet wieder ein Musik- und Tanztheaterprojekt für Jugendliche ab 14 Jahren und für junge Erwachsene an. Unter dem Motto „Tanz der Kulturen“ soll das Publikum auf eine musikalische Reise durch Kolumbien, Afrika und die Türkei geschickt werden. Um das Motto herum wird wieder eine Geschichte entstehen, die sich an der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen orientiert. Für die Inszenierung des Stückes werden junge Talente gesucht, die gerne singen oder tanzen. Da neben HipHop, Salsa, Afro und kreativen Ausdruckstanz, auch traditionelle türkische Tänze und Gesang zu hören sein sollen, werden vor allem türkische Jugendliche gesucht, die in diesem Bereich bereits Erfahrungen mitbringen und somit vielleicht auch eigene Tänze mit einbringen können.

Interessierte können sich bei Dagmar Prell im Städtischen Kinder- und Jugendtreff "Alte Dorfschule Ofden"
unter Tel. 02404 – 25402 informieren und anmelden.(apa)
Presseteam 26.05.2010
„FWA plant Neues“
-Freie Wähler zogen Bilanz-
„Noch ganz dicht? Bitte vorsichtig prüfen!“
- Fraktionsvorsitzender und Mitglied der Bürgerinitiative Ofden, Dietmar Brühl, hat einen interessanten Artikel über die Dichtheitsprüfung der Kanäle gefunden und bittet alle Bürgerinnen und Bürger um aufmerksames Lesen -
Allein in Nordrhein-Westfalen fließt Abwasser durch geschätzt 200.000 km private Abwasserleitungen in die öffentliche Kanalisation und gelangt in die Kläranlagen. Um zu verhindern, das Schmutzwasser Boden und Grundwasser verunreinigt, ist in § 61 a Landeswassergesetz eine so genannte Dichtheitsprüfung privater Abwasserleitungen vorgeschrieben. Somit ist sichergestellt, dass alle Abwasserleitungen auf dem Grundstück, die in der Erde oder unzugänglich verlegt sind und Schmutzwasserableiten, auf Dichtheit geprüft werden. Zwar werden Regenwasserleitungen nicht durch diese Regelung erfasst, aber auch bei ihnen muss sichergestellt sein, dass sie kein Fremdwasser in die Mischwasserkanalisation einleiten, dass sich mit Schmutzwasser vermeischt, das teuer in der Kläranlage gereinigt werden muss. Den betroffenen Grundstückseigentümer ist daher zu raten, die Abwasserleitung vor der Dichtheitsprüfung durch eine Fachfirma reinigen zu lassen. Bei der Dichtheits-prüfung selbst gibt es dann unterschiedliche Möglichkeiten, wie Druckprüfung mit Wasser, Druckprüfung mit Luft bzw. die TV-Inspektion. Fachleute gehen davon aus, dass die optische Inspektion zwischen 400 und 600 Euro kostet, die Druckprüfung zwischen 200 und 500 Euro.

Es ist dringend zu empfehlen, die Dichtheitsprüfung nur von zugelassenen Sachkundigen durchführen zu lassen. Eine Liste der zugelassenen Sachkundigen steht im Internet unter
www.lanuv.nrw.de/Wasser/Abwasser/Dichtheit.
So und nun aufmerksam lesen und dann nachdenken, wie das die Stadt Alsdorf mit den Ofdener Bürgern gemacht hat.
Wenn undichte Leitungen saniert werden müssen, sollten sich die Grundstückseigentümer nicht zu einer sofortigen Sanierung überreden lassen. Man sollte sich vor einer Sanierung von einem unabhängigen Fachmann beraten lassen und weitere Angebote einholen, um vergleichen zu können.
Presseteam 17.05.2010 (aus „Der Steuerzahler“ -Ausgabe Mai 2010)
„Finanzhilfen an Griechenland“
- Unabsehbare Folgen für die europäischen Steuerzahler -
Jetzt doch. Die Bundersregierung möchte Griechenland finanziell unter die Arme greifen. Das ist ein riskantes Spiel. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) lehnt Hilfen der Euro-Länder ab, der Internationale Währungsfonds (IWF) sollte der Ansprechpartner sein. Egal welche Finanzhilfen Deutschland und die anderen Euro-Staaten den Griechen zusagen, die geltende Nichtbeistandsklausel wird politisch ausgehebet, obwohl sie ein zentrales Element des Euro-Währungssystems ist. Der schnelle Hilferuf Athens deutet darauf hin, dass die griechischen Staatsfinanzen noch desolater sind als bekannt. Es ist zweifelhaft, dass alle Fakten rund um das Desaster auf dem Tisch liegen. Werden jetzt die zu eiligen Hilfen gestellt, könnten andere Euro-Länder dem Beispiel Athens folgen. Der Weg zu einem dauerhaften europäischen Finanzausgleich wäre dann nicht weit, der deutsche Steuerzahler der Dumme. Dies muss unbedingt verhindert werden.

In einem geordneten Gesetzgebungsverfahren müssen etwaige Hilfen genau abgewogen werden. Die Gefahr einer Belastung des deutschen Steuerzahlers durch eine Zahlungsunfähigkeit Griechenlands in den nächsten Jahren ist groß. Eine Debatte über den Austritt der Helenen aus der Euro-Zone darf daher kein Tabu sein. Griechenland muss für seine hausgemachte Schieflage Verantwortung tragen, das Land ist zuvorderst in einer Bringschuld und muss Reformerfolge belegen. Sollte Deutschland dem griechischen Staat Milliarden Euro an Krediten zahlen, aber den eigenen Bürgern eine steuerliche Entlastung verweigern, wäre das dem deutschen Steuerzahler schwer zu vermitteln. Das wäre doppelter Hohn: Den Bürgern wird mehr Netto vom Brutto vorenthalten, aber zugleich ein erhebliches Risiko aus dem Griechenland-Engagement aufgebürdet. Mehr Zumutung geht kaum.
Presseteam 16.05.2010 (aus „Der Steuerzahler“ -Ausgabe Mai 2010)